TRIOlogie

Stephan. Peter. Kralle.

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Die Sonne so rot

LP, 1984, Warner 240 492-1 Spotify

MC, 1984, Warner 240 492-4 Spotify

CD, 1984, Warner 240 492-2 Spotify

A-Seite:

  1. Baby 2:51
  2. Flügel 2:51

B-Seite:

  1. Ich bin ein Mann 2:58
  2. Bye, Bye 2:55

Promotext

Frage: Auf dem neuen MARIUS MÜLLER-WESTERNHAGEN-Album "Die Sonne So Rot" gibt's nur drei Musiker. Warum diese radikale Selbstbeschränkung im Vergleich zu anderen MARIUS-Alben?

Lothar Meid: Uns hat einfach die Idee gereizt, wirklichen Studio-Rock zu entwickeln, der nicht im Studio die Live-Atmosphäre nachzuahmen versucht, sondern das vorhandene Equipment bewußt eigenständig benutzt, da man ja ohnehin damit arbeiten muß. Trotzdem ist uns, glaube ich, so etwas wie ein intimer Maschinensound gelungen.

Frage: War das eine Umstellung für den Produzenten und Musiker Lothar Meid?

L. M.: Eigentlich nicht, schon zu meinen Zeiten bei Amon Düül II habe ich eine Menge mit Synthesizern, Keyboards und ähnlichem gearbeitet, was mir immer viel Spaß gemacht hat.

Frage: Sind die Songs auf "Die Sonne So Rot" diesmal anders entstanden als sonst?

L. M.: Nein. MARIUS schreibt alles und macht immer ein "Schrabbel-Demo" …(lacht) Was das ist? Na, ganz einfach, da ist der Song mit allen Teilen, Text und Musik, fertig drauf, und im Hintergrund schrabbelt eben eine Gitarre. Damit kommt MARIUS ins Studio, und dann fangen wir eigentlich schon mit dem Arrangement an.

Frage: Wie kam Kralle dazu?

L. M.: Kralle ist gar nicht so "frisch" bei uns, schließlich spielte er schon auf dem "Boxer"-Album Gitarre. Er nutzte die Trio-Pause, um bei unserer letzten Tournee mit einzusteigen. Außerdem kennen sich MARIUS und Kralle schon ziemlich lange.

Frage: MARIUS' Rock-Röhre, Kralles Garagen-Gitarre - wie ging das mit den Synthies zusammen?

L. M.: Genau die Reibung war es letztlich auch, die uns gereizt hat. Aber Kralle war da fast besser "vorbereitet" als MARIUS, denn bei Trio war er ja im Grunde mit seinem rotzigen Gitarren-Sound das einzige echte Rock-Element. MARIUS hatte jetzt mehr Freiheit und war stimmlich fast stärker gefordert als im konventionellen Rock-Kontext.

Frage: Werdet ihr bei der nächsten Tournee ähnlich arbeiten?

L. M.: Nein, bestimmt nicht. Wie ich schon sagte, "Die Sonne So Rot" ist eine Studio-Ding, mit eigenen Gesetzen und Qualitäten. Live-Rock muß einfach mit Band stattfinden, das ist etwas ganz anderes.

Frage: Wann geht's wieder on the road?

L. M.: Am 18. Februar '85 starten wir.
die_sonne_so_rot.1774427313.txt.gz · Zuletzt geändert: von triologe

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