Inhaltsverzeichnis
Da Da Da I Don't Love You You Don't Love Me (Großbritannien)
Single
- 7"-Single, 1982, The Mobile Suit Corporation CORP 5
- 7"-Single, 1982, The Mobile Suit Corporation CORP 5
- 7"-Single, 1982, Mecury CORP 5
- 7"-Single, 1982, The Mobile Suit Corporation CORP 5
- A-Seite: Da Da Da I Don't Love You You Don't Love Me Aha Aha Aha 3:22
Split-Single (1990)
- 7" Single, 1990, Old Gold Records OG 9927
- A-Seite: Live Is Life (Opus) 4:12
- B-Seite: Da Da Da I Don't Love You You Don't Love Me Aha Aha Aha 3:20
Maxi-Singles
- 12" Maxi Single, The Mobile Suit Corporation CORP 512
- 12" Maxi Single, The Mobile Suit Corporation CORP 512
- 12" Maxi Single, The Mobile Suit Corporation CORP 512
A-Seite
- Da da da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha (Lange Version) 6:36
B-Seite
Info
An der Gestaltung der Cover der 7"-Single und der 12"-Maxi-Single hat Remmler mal wieder persönlich mitgewirkt, indem er die Bezeichnung der Plattenfirma "The Mobile Suit Corporation" kongenial handschriftlich mit "Mobile Anzug Gesellschaft" übersetzte. Auf der Plattensticker der 12"-Maxi-Single hat er noch mehr handschriftlich übersetzt, vor allem den Titel "Sunday You Need Love" mit "Sonntags brauchst Du Liebe".
Laut Aufdruck auf der 12"-Maxi-Single müsste eigentlich auf der B-Seite die "Long English Version" von "Da Da Da…" drauf sein, aber es ist doch nur die normale Single-Version.
Die sogenannte Split-Single erschien offenbar im Rahmen einer Sammlung von Singles mit britischen Hits der vergangenen Jahrzehnte. Wie viele Singles es im Einzelnen waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls führte diese Single erstmals dazu, dass Trio sich eine Single mit einem anderen Interpreten teilen musste. Auf der Rückseite des Covers ist folgendes über Trio zu lesen:
"Three years earlier German cult group Trio hit No. 2 in the UK with their compelling Eurosmash "Da Da Da". Both Opus and Trio have yet to score another British hit…"
Der letzte Satz weist freundlich darauf hin, dass es sich - zumindest für den britischen Markt - bei Opus und Trio um sogenannte One-Hit-Wonder gehandelt hat. Jedenfalls konnte Opus nach "Life Is Life" keine nenneswerten Hits in Deutschland platzieren.
Promosheet
(Übersetzung)
Rockstars kommen aus New York, Los Angeles, London und Paris. In Deutschland waren traditionell Hamburg, München oder Berlin die Lieferanten für die erfolgreichen Bands des Landes.
Wenn eine Gruppe versucht, ihren Weg aus einer Kleinstadt in die oberen Etagen der Musikszene zu finden, stellt man normalerweise fest, dass sie peinlicherweise versuchen, ihre Wurzeln zu verleugnen und in die nächste Großstadt flüchten.
Es erfordert eine gewisse Portion Mut, wenn drei Musiker unter dem Namen TRIO auftauchen und gar nicht erst versuchen, ihre geografische Herkunft zu verbergen. Tatsächlich gehen sie noch einen Schritt weiter und drucken stolz ihren Namen und ihre Adresse auf die Hülle ihres ersten Albums mit dem (witzigerweise) schlichten Titel „Trio“. Bisher hatten sie dadurch keine Probleme; tatsächlich waren einige deutsche Rundfunkredakteure geschäftstüchtig genug, diese „heiße Leitung“ zu nutzen: Sie riefen unangemeldet bei ihnen an und präsentierten die Band als Überraschungs-Live-Act in ihren Sendungen – meistens untermalt vom Geräusch fließenden Badewannenwassers oder dem Klirren von Gläsern, während die Band ein Schlückchen „Schnaps“ zu sich nahm.
Ein Treffen mit Trio beweist meist, dass dies eine Band ist, die in keine der gängigen Kategorien des Musikgeschäfts passt. Vergleiche mit anderen Bands lassen sich nur schwer ziehen, da die Bandbreite von Elvis Presley über Status Quo bis hin zu den Sex Pistols reicht! Tatsächlich waren die meisten Journalisten, die die Band live gesehen haben, sprachlos! Kritiker – egal, ob sie Trio als reine Ulk-Truppe, als New-Wave-Band oder als Vertreter eines minimalen Rockabilly-Stils sehen – haben sich meist auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt: dass sie eine „Spaß“-Band sind. Tatsächlich repräsentiert ein typisches Trio-Publikum einen Querschnitt durch die Musikfans von heute.
Ah, aber es sieht fast so aus, als hätten wir hier endlich eine Band ohne Stereotypen, ohne künstliches Image und ohne die Unterstützung der üblichen Werbekampagnen usw. Aber nein, was Letzteres betrifft, gab es anfangs eine Diskussion darüber, was zuerst da war: das Huhn oder das Ei? Trio ist keine Band, die auf einen bestimmten Markt abzielt. Sie sind drei Freunde, nämlich Stephan, Peter und „Kralle“, die ihre Exzentrik zur Tugend machten und ihre minimale Kunst zunächst ohne jegliche finanzielle Unterstützung von außen unters Volk brachten.
Es ist kein kalkulierter Trick von ihnen, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erregen, dass sie keinen (normalerweise für unverzichtbar gehaltenen) Bassisten haben. Ihre Besetzung besteht aus Peter (Snare-Drum), Stephan (Gesang und Casio) und „Kralle“ an der Gitarre. In der Vergangenheit hatten sie zwar eine Reihe von Bassisten, aber musikalisch hat es mit keinem von ihnen funktioniert. Peter erinnert sich: „Wir sagten einfach: Sch**ß drauf, zu dritt konnten wir besser proben – wir waren intensiver und kamen schneller auf den Punkt.“
Genauso ist das Mini-Equipment nicht als eine Art Konzept gedacht, sondern aus finanzieller Notwendigkeit heraus geboren: weniger Ausgaben, weniger Kosten – ich schätze, das macht Sinn!
Klaus Voormann, der ehemalige Cover-Designer der Beatles, hörte das selbstgeschriebene und selbstfinanzierte Mini-Album von Trio und beschloss, sie in ein Studio zu stecken, um das „echte Ding“ aufzunehmen. Das daraus resultierende Album wurde bundesweit in Plattenläden und Clubs beworben. Leider konnten Schallplatten, da sie nur eindimensional sind, nicht vermitteln, wie die Band live ist: Stephan (der dazu neigt, übergroße Anzüge zu tragen), Peter (Trainingsanzug und Wollmütze) und „Kralle“ (dessen optische Erscheinung ihn perfekt als Hauptdarsteller in Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ besetzen würde), stehen auf der Bühne zwischen Stapeln von Schallplatten und Musikkassetten-Boxen. Wenn man sie in einer guten Clubnacht erwischt, lernt man auch Carmen kennen (ihre exklusive aufblasbare Spielgefährtin aus einem deutschen Erotik-Versand!). Sie ist vielleicht etwas mitgenommen von ihrer dreifachen Belastung! Die zahmeren Aspekte ihres Sets beinhalten den Einsatz einer Plastik-Spielzeug-Gitarre mit Synthesizer-Effekten.
Am Freitag, den 26. Juni, erscheint Trios Single im Vereinigten Königreich. Unter dem Titel „Da Da Da“ hat sie bereits die Schweizer Charts angeführt und in Deutschland Platz zwei erreicht. Die von Klaus Voormann produzierte Eigenkomposition ist im 7"- und 12"-Format erhältlich. Die 7" enthält „Da Da Da“ auf der A-Seite, ergänzt durch die deutschsprachige Version desselben Songs auf der Rückseite. Die 12" hat dieselbe A-Seite, enthält aber den zusätzlichen Track „Sunday You Need Love“ auf der B-Seite sowie eine etwas längere Version von „Da Da Da“ (deutsche Version). Sowohl die 7"- als auch die 12"-Platten sind in verschiedenen farbigen Hüllen erhältlich – rot, schwarz oder blau.
Ein Werbevideo – mit einigen leicht grausamen Elementen – wurde begleitend zur Single produziert.
"Da Da Da" (englische Version) / "Da Da Da" (deutsche Version)
Mobile Suit Corporation …. CORP 5 (7")
"Da Da Da" (englische Version) / "Da Da Da" (lange deutsche Version) / "Sunday You Need Love"
Mobile Suit Corporation ….. CORP 512 (12")
Veröffentlichung am Freitag, den 25. Juni 1982
Weitere Informationen von: BERNADETTE/MARIELLA – Phonogram Pressestelle Tel: 01-491-4600




























