TRIOlogie

Stephan. Peter. Kralle.

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 >>Immer wenn Peter, Stefan und Kralle etwas anpacken, wackeln die Grundfesten des deutschen Musikbusiness in ihren Verankerungen. Alles, was seit der Veröffentlichung von TRIO's erster Langspielplatte und ihrem Monster-Hit "Da da da" in Großenkneten und dem Rest der Welt passiert ist, hat die Gesetze einer ganzen Branche auf den Kopf gestellt, Rezeptionsgeschichte ad absurdum geführt, Marketing und Werbung zum Statistentum verurteilt. Die Arbeit an der Basis, der direkte Kontakt zum Publikum (auf der Plattenladentournee zwischen Kiel und Garmisch) feierte fröhliche Urständ, die kompositorische Reduktion wurde zum Stilmittel erklärt, die längst begrabene Mundpropaganda funktionierte wieder, der faltig gewordene Humor bekam seine längst fällige Frischzellenkur und aufgeblasene Studiolangeweile wurde wieder handfeste Rockmusik.\\ >>Immer wenn Peter, Stefan und Kralle etwas anpacken, wackeln die Grundfesten des deutschen Musikbusiness in ihren Verankerungen. Alles, was seit der Veröffentlichung von TRIO's erster Langspielplatte und ihrem Monster-Hit "Da da da" in Großenkneten und dem Rest der Welt passiert ist, hat die Gesetze einer ganzen Branche auf den Kopf gestellt, Rezeptionsgeschichte ad absurdum geführt, Marketing und Werbung zum Statistentum verurteilt. Die Arbeit an der Basis, der direkte Kontakt zum Publikum (auf der Plattenladentournee zwischen Kiel und Garmisch) feierte fröhliche Urständ, die kompositorische Reduktion wurde zum Stilmittel erklärt, die längst begrabene Mundpropaganda funktionierte wieder, der faltig gewordene Humor bekam seine längst fällige Frischzellenkur und aufgeblasene Studiolangeweile wurde wieder handfeste Rockmusik.\\
 >>Wäre es Teil eines großartig durchdachten und en detail ausgearbeiteten Konzeptes gewesen, so müsste man den Musikern Stefan Remmler, Peter Behrens und 'Kralle' Krawinkel summa cum laude attestieren, dass es ihnen gelungen ist, einen Höchstgrad an Wirkung quer durch die Szenen, Geschlechter und Generationen erreicht zu haben. Kaum einer fand sich bei TRIO ausgeschlossen. Jeder durfte sich stattdessen angesprochen fühlen. Und es lag dann noch beim einzelnen, wie er sich in TRIO's Stimmungsbildern (merke: die beste Parodie schreibt noch das Leben selber) wiederfinden konnte: In der Dokumentation oder in der Persiflage. Der eine verspürte ein Schulterklopfen, der andere einen Schlag in die Magengrube (oder unter die Gürtellinie).\\ >>Wäre es Teil eines großartig durchdachten und en detail ausgearbeiteten Konzeptes gewesen, so müsste man den Musikern Stefan Remmler, Peter Behrens und 'Kralle' Krawinkel summa cum laude attestieren, dass es ihnen gelungen ist, einen Höchstgrad an Wirkung quer durch die Szenen, Geschlechter und Generationen erreicht zu haben. Kaum einer fand sich bei TRIO ausgeschlossen. Jeder durfte sich stattdessen angesprochen fühlen. Und es lag dann noch beim einzelnen, wie er sich in TRIO's Stimmungsbildern (merke: die beste Parodie schreibt noch das Leben selber) wiederfinden konnte: In der Dokumentation oder in der Persiflage. Der eine verspürte ein Schulterklopfen, der andere einen Schlag in die Magengrube (oder unter die Gürtellinie).\\
->>Ob es nun "Da da da" war oder "Anna", die sie rein- und rauslassen sollte, oder gar "Sabine", die am Telefon nun gar nichts mehr von unseren drei Helden wissen wollte: TRIO haben sich in kurzer Zeit einen unumstrittenen Platz in der deutschen Rockgeschichte reserviert. Ganz nebenbei haben sie der deutschen Umgangssprache einige Preziosen hinzugefügt, die heute in aller Munde sind:' Vom allgegenwärtigen und vielsagenden "Da da da", über "Nichts mit Kutschikutschie? bis zum erledigenden "und ab dafür". TRIO ist Populärkultur in ihrer reinsten Form. Auch bei der erfolgreichen Nachfolgesingle "Bum Bum" wurde das Konzept der genial einfachen Wortwahl fortgesetzt. Mit der üppigen Oberweite der Hamburger Kultdirne Domenica wurde ein gigantischer Blickfang fürs Plattencover gefunden, auf dem mit Lippenstift stand "Bum Bum". Vielschichtigen Deutungen waren Tür und Tor offen.\\+>>Ob es nun "Da da da" war oder "Anna", die sie rein- und rauslassen sollte, oder gar "Sabine", die am Telefon nun gar nichts mehr von unseren drei Helden wissen wollte: TRIO haben sich in kurzer Zeit einen unumstrittenen Platz in der deutschen Rockgeschichte reserviert. Ganz nebenbei haben sie der deutschen Umgangssprache einige Preziosen hinzugefügt, die heute in aller Munde sind:' Vom allgegenwärtigen und vielsagenden "Da da da", über "Nichts mit Kutschikutschie? bis zum erledigenden "und ab dafür". TRIO ist Populärkultur in ihrer reinsten Form. Auch bei der erfolgreichen Nachfolgesingle "Bum Bum" wurde das Konzept der genial einfachen Wortwahl fortgesetzt. Mit der üppigen Oberweite der Hamburger Kultdirne [[domenica_niehoff|Domenica]] wurde ein gigantischer Blickfang fürs Plattencover gefunden, auf dem mit Lippenstift stand "Bum Bum". Vielschichtigen Deutungen waren Tür und Tor offen.\\
 >>Als nächstes liegt jetzt wieder eine ganze LP auf dem Tisch. Lange mussten die Fans auf "BYE BYE" warten, nun ist TRIO's zweite da. Die Pause hatte einen guten Grund. Die Konzeption der großen Hits begann die Band zu erdrücken und musste überdacht und zum Teil geändert werden. Jeder kennt TRIO als die Band, die "Da da da" singt, aber die wenigsten wussten etwas von Titeln wie "Wo gehts lank Peter Pank". TRIO drohte zur Klamaukband zu verkommen. Das für die erste LP gewählte Konzept minimaler, oft blecherner Klänge kam darum für das zweite Album nicht in Frage. Richtiger Rock ist jetzt angesagt, mit durchdachten und wohlarrangierten Melodien und sehr vielen englischen Texten. In verschiedenen Studios wurde monatelang in aller Ruhe aufgenommen, gemischt, verändert, verworfen, verbessert und schließlich verabschiedet. Jetzt ist die Studiotür hinter den drei Musikern aus Großenkneten ins Schloss gefallen, und es liegt eine LP vor, die aufregender und vielschichtiger ist, als die meisten Kritiker und sogar die Fans es wohl von der Band erwarten. Klar, dass die Ohrwürmer dabei nicht ganz in Vergessenheit geraten sind. Stichwort zu diesem Teil: "Herz ist Trumpf". Und ihren eigenwilligen Humor haben Peter, Stefan und Kralle auch nicht verloren. Statt ihre Charakterköpfe aufs Cover drucken zu lassen, haben sie die Plattenverpackung als Werbeträger angeboten. >>Als nächstes liegt jetzt wieder eine ganze LP auf dem Tisch. Lange mussten die Fans auf "BYE BYE" warten, nun ist TRIO's zweite da. Die Pause hatte einen guten Grund. Die Konzeption der großen Hits begann die Band zu erdrücken und musste überdacht und zum Teil geändert werden. Jeder kennt TRIO als die Band, die "Da da da" singt, aber die wenigsten wussten etwas von Titeln wie "Wo gehts lank Peter Pank". TRIO drohte zur Klamaukband zu verkommen. Das für die erste LP gewählte Konzept minimaler, oft blecherner Klänge kam darum für das zweite Album nicht in Frage. Richtiger Rock ist jetzt angesagt, mit durchdachten und wohlarrangierten Melodien und sehr vielen englischen Texten. In verschiedenen Studios wurde monatelang in aller Ruhe aufgenommen, gemischt, verändert, verworfen, verbessert und schließlich verabschiedet. Jetzt ist die Studiotür hinter den drei Musikern aus Großenkneten ins Schloss gefallen, und es liegt eine LP vor, die aufregender und vielschichtiger ist, als die meisten Kritiker und sogar die Fans es wohl von der Band erwarten. Klar, dass die Ohrwürmer dabei nicht ganz in Vergessenheit geraten sind. Stichwort zu diesem Teil: "Herz ist Trumpf". Und ihren eigenwilligen Humor haben Peter, Stefan und Kralle auch nicht verloren. Statt ihre Charakterköpfe aufs Cover drucken zu lassen, haben sie die Plattenverpackung als Werbeträger angeboten.
  
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