Trio ist noch nicht abgehakt
FANTREFFEN Peter Behrens dabei – Stephan Remmler schickt Video-Botschaft
Trio-Schlagzeuger Peter
Behrens inmitten seiner treuen Fans. Zu seiner Rechten Michael Göbbels, zu
seiner Linken Melanie Otten. Sie organisierten das erste Fantreffen in
Großenkneten. BILD: FRANK JACOB
2005 wieder ein Trio-Fantreffen geplant
Spontan unterhielten am Abend Matthias Klein, Michael Göbbels und Daniel Adler
als Trio-Imitatoren die restlichen Fans. Auch Peter Behrens war mit Herz und
Seele dabei und ließ es sich nicht nehmen, seinen vertrauten Platz am Schlagzeug
einzunehmen.
Später am Abend gelang es Peter Behrens auch noch, eine Telefonverbindung nach
Spanien zu „Kralle“ Krawinkel aufzubauen, der Großenkneten grüßte. Er erzählte,
er sei im Sommer in Großenkneten gewesen und keiner hätte ihn erkannt.
Für die Organisatoren steht bereits fest: 2005 wird es ein zweites
Trio-Fantreffen geben.
Mehr Infos im Internet unter www.stephan-remmler.de
Die Band hat treue Freunde. Das erste Fantreffen soll nicht das letzte gewesen
sein.
Von Frank Jacob
GROßENKNETEN - Mit fünf bis sechs Besuchern hatte Matthias Klein gerechnet. Dass
es am Ende knapp 30 waren, überraschte den Webmaster der Stephan
Remmler-Homepage dann doch: „Ich bin erstaunt, dass es so viele sind.“ Der
Berliner gehörte zu den Besuchern des ersten Trio-Fantreffens, das am Sonnabend
im Großenkneter Gasthaus Kempermann stattfand. Als Stargast war auch der frühere
Trio-Schlagzeuger Peter Behrens dabei.
Organisiert hatten das Treffen Melanie Otten aus Emstekerfeld und Michael
Göbbels aus Stolberg. Kennen gelernt haben sich die beiden über das Trio-Forum
im Internet und vor zwei Monaten spontan entschlossen, ein Fantreffen aus der
Taufe zu heben. „Wir haben da wirklich einen Nerv getroffen“, so Göbbels. Für
alle Fans hatte das Autohaus Kowski in Bissel Fan-Shirts gesponsert, die das
Trio-Logo trugen.
Nachdem die Fans am Nachmittag nach Regente gepilgert waren, um noch einmal das
Haus anzusehen, in dem die Trio-Mitglieder einst wohnten, stand anschließend bei
Kempermann der gegenseitige Austausch im Mittelpunkt. Wolfgang Ramke aus
Wildeshausen erinnerte sich, dass Trio damals auf dem Sportplatz Großenkneten
ihre zweite Platte vorstellte. Prompt konnte jemand einen entsprechenden Artikel
aus einer Illustrierten zeigen.
Rainer Adden und Charly Frerichs aus Leer teilten die Meinung, dass die
Erfolgsplatte „Da, da, da“ der schlechteste Trio-Titel sei. „Als Trio
kommerziell erfolgreich war, war der musikalische Höhepunkt überschritten",
meinten die beiden.
Michael Göbbels fand die Gruppe originell. „Trio ist für mich ausschlaggebend
gewesen, dass ich Musiker geworden bin. Gitarrist ‚Kralle‘ Krawinkel hat mich
inspiriert.“
Groß war die Auswahl an Schallplatten, Singles und Zeitungsausschnitten von
Trio, die die treuen Fans mitgebracht hatten. Eines der seltensten Exemplare
hatte Matthias Klein im Gepäck: die erste selbst produzierte EP von Trio, die
1981 in einer Auflage von nur dreimal 333 Stück erschienen ist. „Dafür habe ich
140 DM bezahlt“, sagte Klein.
Im Verlauf des Nachmittags warteten so manche Höhepunkte auf die Fans.
Trio-Sänger Stephan Remmler begrüßte die „Freunde der schnellen Beat-Musik“ in
einer Video-Botschaft. „Ich fühle mich geehrt“, sagte Remmler von seinem
Wohnsitz auf Lanzarote.
Als Stargast gewannen die Organisatoren Peter Behrens, der heute in
Wilhelmshaven wohnt. Die Fans fieberten aufgeregt der Ankunft des früheren
Trio-Schlagzeugers entgegen.
Um kurz vor 20 Uhr war es so weit: Schüchtern trat Behrens in den Saal, zeigte
sich überwältigt und wusste kaum, was er sagen sollte. Die für die Fans
vermutlich interessanteste Frage nach einer Wiedervereinigung der Band ließ
Behrens offen. Er sagte: „Trio ist noch nicht abgehakt.“ Anschließend bestürmten
ihn die Fans mit Autogrammwünschen.